AUSBILDUNG

DIE FLUGSCHULE

Fliegen als „Schule des Lebens“…

Der Traum vom FLIEGEN – das ist auch der Traum vom freien, selbstbestimmten Leben. Fliegen hilft nicht nur äussere, sondern auch innere Barrieren zu überwinden. Es weckt die Fähigkeit, auch ungewöhnliche Herausforderungen eigenverantwortlich zu lösen. Das Gespür für Natur, Mensch und Technik wird beim Fliegen weiterentwickelt.

Fliegen als Herausforderung bedeutet aber auch, mit der gewonnenen Freiheit verantwortungsbewusst umzugehen. Der Privatpilot ist in die gleichen Abläufe eingebunden wie der Berufspilot. Mit dem Unterschied, dass er seine Ziele selbst aussucht… Nicht nur die Schweiz, mit EASA-PPL liegt ihnen dann ganz Europa „zu Füssen“!

Bei der Flugschule Reichenbach können Sie sich mit dem nötigen Einsatz und Willen diesen Traum erfüllen. Die nachstehenden Angaben geben Ihnen einen ersten Eindruck über die Erfordernisse.

DIE PRIVATPILOTENLIZENZ (EASA-PPL)

Eine Privatpilotenlizenz ist Basis für jede fliegerische Weiterbildung.

  • 17 Jahre bei Prüfungsabschluss
  • Absolvieren einer medizinischen Tauglichkeitsprüfung
  • Englischkenntnisse, die mehr oder weniger einem First of English entsprechen (vor allem wenn nach dem PPL Weiterausbildungen folgen sollen). Dabei muss ein sogenannter Language Proficiency Check LPC abgelegt werden.
  • Begeisterung für die Fliegerei; Bereitschaft
  • entsprechend viel ZEIT zu investieren
  • Freude und Durchhaltevermögen an einer neuen Herausforderung
  • Abschliessen eines Ausbildungsvertrages mit der Flugschule Reichenbach
  • Späterer Eintritt in die Fluggruppe Reichenbach; mit Rechten und Pflichten als Vereinsmitglied

Die Theorie für die Grundschulung erfolgt normalerweise im Winterhalbjahr; d.h. von Ende Oktober bis Ende März. Anschliessend findet die Abschlussprüfung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt statt. Die Abschlussprüfung kann mittlerweile gesplittet werden in mehrere Sessions. Die Gültigkeitsdauer der bestandenden Theorieprüfung beträgt 24 Monate. Innerhalb dieser Frist muss die praktische Ausbildung abgeschlossen werden, um die Privatpilotenlizenz zu erhalten.

Theoriekurs der Motorflugschulen Reichenbach und Thun

  • abwechselnd Samstag ganzer Tag und Mittwoch Abend
  • Durchführung im neuen Theorieraum auf dem Flugplatz Reichenbach.
  • Kosten ca. Fr. 2’300.00 inkl. Material.
  • In einem speziellen Kurs wird das Funksprechzeugnis erworben (gute Englischkenntnisse sind dafür erforderlich)

Theorieumfang ca. 200 Std (Richtwerte in Klammern)

  • 10 Luftrecht (20 Std)
  • 20 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis (30 Std)
  • 30 Flugleistung und Flugplanung (10 Std)
  • 40 Menschliches Leistungsvermögen (15 Std)
  • 50 Meteo (30 Std)
  • 60 Navigation inkl. Radionavigation und GPS (35 Std)
  • 70 Betriebsverfahren (10 Std)
  • 80 Grundlagen des Fluges (15 Std)
  • 90 Radiotelefonie (35 Std)

Die praktische Ausbildung dauert mindestens 45 Flugstunden mit Fluglehrer und anschliessender Prüfung. Für die Grundschulung stehen Aero AT3 sowie eine Cessna 172 zur Verfügung. Lektionen häufig halbtägig samstags, in Absprache mit dem zugeteilten Fluglehrer auch wochentags. Flugsaison ist von März/April bis Oktober/November.

Die Ausbildungsstufen in Kürze:

  • Grundlagen
  • Fluglagen, Platzrunden
  • Notverfahren, Pannen
  • Erster Alleinflug – Kontrollflug / Ein Meilenstein in Ihrer
  • „Karriere“ als Pilot
  • Erweiterte Ausbildung, Navigation, Ziellandeflüge
  • Überlandflug / Anflüge von fremden Plätzen
  • Gebirgseinweisung
  • Spezialtraining, Fliegen nach Instumenten etc.
  • Radionavigation – Einführung / Navigation mit VOR,
  • kontrollierte Flugplätze
  • Repetition / Festigung
  • Prüfungstraining

Damit wir Sie noch etwas mehr „gluschtig“ machen können, hier eine Beschreibung der einzelnen Ausbildungsstufen:

  1. Zu Beginn einer Flugausbildung werden Sie mit dem Flugzeug, dem Flugplatz und der Umgebung vertraut gemacht. Auf mehreren Flügen lernen Sie die Grundlagen des Fliegens: Horizontalflug, Steigflug, Sinkflug und Kurvenflug. Die Anwendung und das Lernen von Checks sind ebenfalls wichtige Ausbildungselemente.

  2. In der zweiten Ausbildungsphase lernen Sie die Standardverfahren im Flugplatzbereich, d.h. Flugverfahren und Manipulationen im Flugplatzbereich, Platzrunden- Geographie, Start, Anflug und Landung.

  3. In Stufe drei und 4 werden Gefahrenzustände erflogen sowie Notverfahren und Notlandeübungen durchgeführt. Anschliessend wird das Gelernte mit weiteren Übungen gefestigt, und es folgen die ersten Solo-Flüge.

  4. Die ersten Überlandflüge sind Thema der Ausbildungsstufe 5 . Der erste Alpenflug wird zu einem „High-Light“ der Flugausbildung.

  5. In Stufe 6 werden weitere Notverfahren geübt.

  6. Mit Stufe 7 stehen weitere Überlandflüge sowie der Anflug von, für den Schüler, neuen Flugplätzen auf dem Programm.

  7. Das Fliegen mit Hilfe von Instrumenten wird in einer weiteren Ausbildungsphase zuerst im Simulator und anschliessend im Flugzeug trainiert. Hier geht es jedoch nicht um den eigentlichen Instrumentenflug, sondern um das richtige und sichere Interpretieren von Fluginstrumenten.

  8. In der neunten Stufe liegt der Ausbildungs-Schwerpunkt auf der Navigation mittels Radionavigations-Instrumenten und Anwendung GPS. Hier kann auch ein Übungsgerät (Flight Trainer) zum Einsatz kommen.

  9. Stufe 10 schlussendlich bereitet Sie auf die Flugprüfung vor. In mehreren Flügen wird am Doppelsteuer und auf Soloflügen das Gelernte gefestigt.


Abschluss. Gut vorbereitet wird Ihr Fluglehrer Sie anschliessend zur Prüfung anmelden. Auf diesem Flug mit einem Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt beweisen Sie sich selbst, dass Sie die Fähigkeiten eines Privatpiloten besitzen.

WEITERBILDUNG

Mit dem EASA-PPL in der Tasche fängt das Flieger(er)leben erst an.

Je nach persönlicher Präferenz will man einfach das bestehende Können perfektionieren oder es warten komplexere Flugzeuge mit Glascockpit, Verstellpropeller und anderen zusätzlichen Herausforderungen auf den Privatpiloten.

  • Navigation mit GPS
  • Voice-Refresher, Navigationsrefresher
  • EASA-FCL: Umschreiben von nationalen oder internationalen Lizenzen auf den EASA-FCL-Standard
  • Erweiterung für Landungen im Gebirge (Gletscherflug) auf Vermittlung
  • IFR Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Flugschule Gribair AG in Bern, aber mit der C182T der Fluggruppe ab Reichenbach (siehe unten)
  • C182T mit Garmin G1000 Glascockpit und IFR Ausrüstung
  • Einmotoriges „high perfomance“-Flugzeug mit Verstellpropeller.

Vielleicht suchen Sie die Herausforderung der Instrumenten- und später gar der Berufsfliegerei?
In Zusammenarbeit mit der Gribair AG in Bern, können wir Ihnen diesen Schritt ermöglichen.

SPHAIR

Unter dem Namen SPHAIR bietet die Schweizerische Eidgenossenschaft eine eigentliche aviatische Berufseignungsabklärung an.
Während einem 2-wöchigen Kurs mit ca. 10 Flugstunden haben die Kandidaten die Gelegenheit, ihre fliegerischen Talente zu zeigen und bekommen als Abschluss des Kurses eine Beurteilung ihrer gezeigten Leistungen.

Unter www.sphair.ch können Sie sich über die Anmeldeformalitäten, Kosten und Ablauf einer SPHAIR-Kandidatur informieren und natürlich auch anmelden. Es können sich Frauen und Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren melden.